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Besichtigungen in Bad Wurzach

Naturerlebnis Bad Wurzach

Wurzacher Ried
Ein Naturerlebnis der außergewöhnlichen Art bietet das Wurzacher Ried, die größte intakte Hochmoorfläche Mitteleuropas. Bereits seit 1989 wurde das Wurzacher Ried regelmäßig vom Europarat mit dem Europa-Diplom ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für herausragende Naturschutzgebiete von internationaler Bedeutung.
Der rißeiszeitliche Rheingletscher formte einst das Wurzacher Becken. Nach Ende der letzten Eiszeit bildete das Schmelzwasser einen See. Mit der langsamen Verlandung dieses Schmelzwassersees entstand ein einzigartiges Mosaik aus Hoch- und Niedermoor, Streuwiesen und Moorwäldern. Bis heute ist das Wurzacher Ried ein Reservat für seltene Tier- und Pflanzenarten und ein Eldorado für Naturliebhaber. Für den Besucher erschließt sich die Landschaft und die Historie des Rieds bei Wanderungen rund ums Ried, bei Spaziergängen auf dem Torflehrpfad oder bei einer Fahrt mit dem historischen „Torfbähnle“.
Zwei Aussichtsplattformen bieten schöne Einblicke und Aussichten: am Wanderweg 1 bei den Haidgauer Quellseen und am Wanderweg 3 zwischen Bad Wurzach und Albers.

Torflehrpfad 
Auf den Spuren der Torfstecher im Wurzacher Ried
Der Abbau von Torf in oberschwäbischen Mooren hat eine lange Tradition. Mehr als 200 Jahre wurde auch im Wurzacher Ried Torf als Brenntorf, Streutorf, Gartentorf oder Badetorf gestochen. Vielfältig sind die Spuren, die in Form von alten Torfwerken, Torfstichen und Gräben auch heute noch zu sehen sind. Der Torflehrpfad lädt den Besucher ein, diese Spuren im Wurzacher Ried zu erkunden. Der Pfad, der am Wanderweg 1 liegt, hat eine Länge von ca. 1,5 km und umfasst 12 Informationstafeln sowie historische Gerätschaften.
Auf Wunsch kann für Gruppen ein Spaziergang mit Erklärungen auf dem Torflehrpfad organisiert werden.

Torfbähnle (www.torfbahn.de)
Eine Fahrt mit dem historischen Torfbähnle ist ein besonderes Erlebnis. Mitglieder des Heimatvereins „Wurzen“ haben in jahrelanger Arbeit die rostigen Gleise aus dem Wurzacher Ried neu verlegt und die einstmaligen Torfloren zu komfortablen Passagierwagen umgebaut.
Vom Zeiler Torfwerk aus fährt das Schmalspurbähnle entlang des Riedkanals, vorbei am Stuttgarter See, bis zum Haidgauer Torfwerk. Den Mitfahrern bietet sich ein herrlicher Blick auf die Riedlandschaft und im Haidgauer Torfwerk können noch einige historische Maschinen und Gerätschaften besichtigt werden. Fahrten finden von April bis Oktober jeweils am 2. Sonntag- und 4. Samstag-Nachmittag statt. Für Reisegruppen können Sondertermine vereinbart werden.

Torfmuseum
Das Torfmuseum im Zeiler Torfwerk veranschaulicht die einstige Arbeit im Wurzacher Ried unter Einbeziehung der Sozialgeschichte der dort arbeitenden Menschen. Das Ried hatte für die Entwicklung Bad Wurzachs in vielfältiger Weise maßgeblichen Einfluss. Nicht nur die Torfstecherei war ein Erwerbszweig, der viele Wurzacher Familien ernährte, auch der Moorbadebetrieb ab 1936 und die 1946 gegründete Glasfabrik haben hier ihren Ursprung.
Das Torfmuseum wird nach kompletter Fertigstellung diese historische Entwicklung, die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die Sagen und Märchen rund ums Wurzacher Ried in 12 anschaulichen Stationen präsentieren.

Naturschutzzentrum (www.naturschutzzentren-bw.de)
Das Naturschutzzentrum Bad Wurzach wurde 1985 in gemeinsamer Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg, des Landkreises Ravensburg und der Stadt Bad Wurzach gegründet. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört die Betreuung des Wurzacher Rieds, die Umweltbildung in Form von Vorträgen, naturkundlichen Führungen, Exkursionen und Veranstaltungen. Auch namhafte Fachtagungen und Seminare zu Naturschutz- und Umweltthemen finden unter Mitwirkung des Naturschutzzentrums Bad Wurzach statt.
Das Herzstück des Naturschutzzentrums ist die attraktive Dauerausstellung“ Faszination Moor“. Mit einem dreidimensionalen Gletschermodell, Bildwänden, Dioramen und interaktiven Medien wird der Besucher in die geheimnisvolle Welt der Moore eingeführt. Dazu gibt es wechselnde Ausstellungen zu spannenden naturkundlichen Themen.


Kulturerlebnis Bad Wurzach

Kultur gehört zu einem Aufenthalt in Bad Wurzach einfach dazu. Das berühmte Barocktreppenhaus im Wurzacher Schloss gilt als einer der Höhepunkte entlang der Oberschwäbischen Barockstraße. Es schwingt sich in einem eleganten Bogen von den Tiefen des irdischen Daseins über zwei Etagen hinauf zum antiken griechischen Götterhimmel. Barocke Stilelemente, Säulen, Stuck und aufwändige Malerei täuschen eine überquellende Pracht vor.

Die Rokokokapelle im ehemaligen Kloster Maria Rosengarten wird oft als „die schönste Hauskapelle der Welt“ bezeichnet. Farbenfrohe filigrane Stuckarbeiten, zahllose eingelassene Spiegelstücke und die typisch überschäumende Rokokoausstattung verleihen diesem kleinen Raum seinen ganz besonderen Charme und Glanz. 

Ganz anders die frühklassizistische Stadtkirche St. Verena. Auf einen Felsen gebaut, thront Sie auf einer kleinen Anhöhe oberhalb der Wurzacher Ach. Mit ihrer beachtlichen Turmfassade beherrscht sie bis heute das Stadtbild. Das bedeutende Deckenfresko im Langhaus ist ein Meisterwerk des Langenargener Malers Andreas Brugger.

Die barocke Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg, nahe an den Wanderwegen 4, 5 und 6 gelegen, stellt eine kunsthistorische Sehenswürdigkeit dar. Die Heilig-Blut-Reliquie, die hier seit dem 18. Jhd. in einem Seitenaltar aufbewahrt wird, spielt beim jährlich im Juli stattfindenden Heilig-Blut-Fest eine zentrale Rolle. Rund 1700 Reiter und 4000 Wallfahrer machen dieses Hochfest zur zweitgrößten Reiterprozession Mitteleuropas.

Das Leprosenhaus (www.leprosenhaus.de)
am Leprosenberg gilt als ein seltenes Denkmal der Sozial- und Medizingeschichte des Mittelalters. Die bewegte Geschichte des „Siechenhauses“ und Bilder des Wurzacher Malers und Dichters Sepp Mahler werden in der Ausstellung  im Leprosenhaus-Museum gezeigt.


Wandern und Radwandern rund um Bad Wurzach

Bad Wurzach bietet als Kur- und Erholungsort ideale Voraussetzungen für das Wandern und Radeln. Ob auf ebenen Wegen entlang des Wurzacher Rieds oder weiter hinaus ins Allgäuer Hügelland, es gibt zahllose Möglichkeiten, die vielfältigen Landschaft zu erkunden. Ein perfekt ausgeschildertes Wanderwegenetz mit rund 180 km und ein spezielles Radwegenetz, das auf der Gemarkung Bad Wurzachs und darüber hinaus viele interessante Touren eröffnet, wurden vor Kurzem ausgeschildert.Ihre Wandertouren in und um Bad Wurzach können Sie online planen oder sich gleich die Daten auf Ihr GPS-Gerät herunterladen.

Freizeiterlebnis Bad Wurzach

Privatkäserei Vogler mit Käserei-Museum (www.kaeserei-vogler.de)
Wie kommen die Löcher in den Käse? In der Schaukäserei Vogler in Bad Wurzach – Gospoldshofen bekommen Sie die Antwort! Vom Einlaben der Milch über das Abfüllen in Käseformen bis zur Lagerung wird alles anschaulich in der Schaukäserei erklärt. Hier wird noch nach bewährten, traditionell-handwerklichen Methoden gearbeitet. Das Ergebnis ist höchste Qualität und ein Geschmack, auf den der Käser mit Recht stolz sein kann. Einen Blick in die Vergangenheit bietet das angeschlossene Käsereimuseum mit drei Schaukäsereien aus unterschiedlichen Epochen. Hier erfährt der Besucher, wie in früherer Zeit Käse hergestellt wurde. Eine Vielzahl an historischen Gerätschaften veranschaulicht den Weg der Milch von der Anlieferung bis zum fertigen Produkt.

Hallen- und Freibad am Riedpark (Öffnungszeiten)
Bade- und Freizeitspaß für die ganze Familie bietet das Hallenbad am Riedpark. Im Sommer lockt zusätzlich das Freibadebecken, das Kinderplanschbecken und ein kleiner Spielplatz.

Vitalium (www.vitalium-bad-wurzach.de)
Für Ruhe und Entspannung suchende Gäste ist das Vitalium ein besonderer Tipp. Fitness- und Gesundheitsangebote, Thermalbad, Saunalandschaft und exklusive Wellness im neuen einladenden „Wohlfühlhaus“ sind die Zutaten zu einem Angebot, das weithin seines Gleichen sucht.


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